Das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird, und meistens erst dann, wenn schon ein Modul ausgesucht ist. Besser andersherum: Erst die Fläche messen, dann das Modul wählen. Dieser Artikel zeigt dir, wie du in zehn Minuten weißt, was auf deine Fläche passt.
Die Grundfläche ist nicht der Platzbedarf
Der wichtigste Punkt vorweg. Wenn bei einer Hüpfburg 5 × 4 Meter angegeben sind, sind das die Maße des aufgeblasenen Moduls. Das ist nicht die Fläche, die du brauchst.
Dazu kommt:
Rundum Sicherheitsabstand. Als Faustregel plane rundherum einen halben bis einen Meter frei. Kein Zaun, keine Bank, kein Baumstamm, keine Bordsteinkante. Kinder kommen auch mal seitlich heraus.
Vor dem Einstieg mehr. Am Ein- und Ausstieg brauchst du deutlich mehr Platz, weil dort Kinder ankommen, Schuhe ausziehen und warten. Rechne dort mit ein bis zwei Metern zusätzlich.
Hinter dem Modul Platz fürs Gebläse. Das Gebläse steht außen, meist an der Rückseite, und braucht selbst etwa einen halben Meter, plus die Kabelführung.
Die Höhe nicht vergessen. Das ist der Punkt, den fast alle übersehen. Eine Hüpfburg mit Türmen oder eine Rutsche kann sechs, sieben Meter hoch werden. Darüber darf nichts sein: keine Äste, keine Stromleitung, kein Vordach, keine Markise.
Rechenbeispiel
Nehmen wir eine typische Hüpfburg mit 5 × 4 Metern Grundfläche:
| Richtung | Modul | Zuschlag | Summe |
|---|---|---|---|
| Länge | 5,0 m | 0,5 m hinten + 1,5 m Einstieg | 7,0 m |
| Breite | 4,0 m | je 0,75 m seitlich | 5,5 m |
Aus 20 Quadratmetern Modul werden also rund 39 Quadratmeter benötigte Fläche. Das ist fast das Doppelte. Wer eine 5 × 4 Meter große Rasenfläche hat und dort eine 5 × 4 Meter große Hüpfburg aufstellen will, hat ein Problem.
Bei den größeren Modulen wird der Unterschied absolut noch deutlicher. Für ein Modul mit 7 × 7 Metern Grundfläche solltest du eine Fläche von etwa 9 × 9 Metern einplanen.
Die konkreten Maße stehen bei uns auf jeder Produktseite unter „Zusätzliche Informationen“, zusammen mit Strombedarf und der Angabe, ob ein Betreuer nötig ist.
Untergrund: Was geht, was nicht
Rasen ist ideal. Ebene Wiese, kurz gemäht, ohne Maulwurfshügel und ohne Gefälle. Hier lässt sich mit Heringen verankern, das ist die sicherste Variante.
Asphalt und Pflaster gehen, brauchen aber eine andere Verankerung, meistens mit Gewichten oder Sandsäcken. Sag bei der Anfrage dazu, dass der Untergrund fest ist, dann wird das passende Material mitgebracht. Achte außerdem auf scharfe Kanten, Gullydeckel und Splitt.
Hallenboden funktioniert, wenn die Höhe reicht. Das ist meistens der Engpass: Viele Turnhallen haben sieben Meter, viele Mehrzweckhallen nur vier. Miss vorher nach, und denke an Lampen und Basketballkörbe, die von der Decke hängen.
Was nicht geht: Gefälle über etwa fünf Prozent, weicher Boden nach Dauerregen, Kies und Schotter, und Flächen direkt neben einem ungesicherten Abhang, Gewässer oder einer Straße.
Strom
Jedes aufblasbare Modul läuft mit einem Dauergebläse. Kleine Hüpfburgen brauchen in der Regel einen Anschluss mit 230 Volt und 16 Ampere, größere Module zwei getrennte Anschlüsse. „Getrennt“ heißt getrennt abgesichert, nicht zwei Dosen an derselben Leitung.
Zwei praktische Hinweise: Erstens, die Entfernung. Ein Verlängerungskabel über 50 Meter mit dünnem Querschnitt kann dafür sorgen, dass das Gebläse nicht sauber anläuft. Plane den Standort möglichst nah an der Stromquelle oder besorge ordentliche Kabeltrommeln.
Zweitens, ohne Netzanschluss brauchst du ein Aggregat, und zwar eines mit ausreichender Dauerleistung. Das muss mit angefragt werden, es ist nicht automatisch dabei.
Wetter: die Grenze, über die nicht verhandelt wird
Aufblasbare Module dürfen ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit nicht mehr betrieben werden. Die gängige Grenze für Hüpfburgen nach europäischer Norm liegt bei etwa 38 Kilometern pro Stunde, also Windstärke 5. Das ist Wind, bei dem sich kleinere Äste bewegen und loses Papier weggeweht wird, also weniger, als die meisten vermuten.
Verbindlich ist immer, was in der Betriebsanleitung des konkreten Moduls steht. Frag im Zweifel nach. Wenn abgebaut werden muss, dann wird abgebaut, und ein seriöser Verleiher wird an dieser Stelle nicht diskutieren.
Für dich als Veranstalter heißt das: Denke vorher darüber nach, was passiert, wenn du das Modul mittags abbauen musst. Bei Regen allein ist es meist weniger dramatisch, die meisten Module vertragen Nässe, sie werden nur rutschig und werden dann oft aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Wenn der Platz nicht reicht
Das ist kein Ausschlusskriterium. Es gibt eine ganze Reihe von Attraktionen, die mit deutlich weniger Fläche auskommen und trotzdem den Nachmittag tragen: Torwand, Hau den Lukas, Glücksrad, Wurfspiele, Fun-Food-Maschinen. Eine Übersicht findest du bei den Kleinmodulen.
Manchmal ist auch ein anderes Format die Lösung. Statt einer großen Hüpfburg zwei kleinere an verschiedenen Ecken der Fläche verteilt: Das verteilt die Kinder, verkürzt Wartezeiten und passt oft besser in einen verwinkelten Innenhof.
Checkliste vor der Anfrage
Wenn du diese sechs Angaben parat hast, geht die Beratung sehr schnell:
- Länge und Breite der freien Fläche, gemessen, nicht geschätzt
- Freie Höhe darüber, inklusive Ästen und Leitungen
- Untergrund: Rasen, Asphalt, Pflaster oder Halle
- Anzahl und Entfernung der verfügbaren Stromanschlüsse
- Breite der schmalsten Stelle auf dem Anlieferweg
- Erwartete Kinderzahl und Altersspanne
Punkt fünf wird oft vergessen und ist der häufigste Grund für böse Überraschungen am Eventtag. Ein Modul, das nicht durchs Tor passt, nützt niemandem.
Die passende Auswahl findest du bei den Hüpfburgen und Hindernisbahnen. Wenn du unsicher bist, ob dein Wunschmodul auf deine Fläche passt, ruf einfach an, montags bis freitags von 8:00 bis 16:30 Uhr unter 0209 604 988 42. Das ist in zwei Minuten geklärt und erspart Ärger.